
Ein Wahlkampf mit harter Rhetorik zur Migration liegt hinter uns – und der neue Koalitionsvertrag zeigt leider wenig Aufbruch für eine vielfältige Migrationsgesellschaft.
Statt glaubwürdiger Pläne für gerechte Teilhabe liegt der Fokus weiter auf Begrenzung und Ausschluss.
Grenzüberschreitende Familienkonstellationen? Kaum beachtet.
Vielsprachigkeit in Deutschland? Nicht anerkannt.
Kinderrechte im Grundgesetz? Fehlanzeige.
Rassismus als strukturelles Problem? Fast komplett ausgeblendet.
Wir fordern eine Familienpolitik, die alle Familien mitdenkt
– auch jene, die bisher kaum gehört werden.
Im Nachklapp zur Bundestagswahl haben wir unsere Forderungen ausformuliert und per Mail an Abgeordnete des neuen Bundestags verschickt.
Wir haben uns die Wahlprogramme der Parteien (Bündnis 90/Grüne, CDU/CSU, Die Linke, FDP und SPD) hinsichtlich unserer verbandlichen Positionen zu ausgewählten Themen angeschaut. Wir untersuchten entsprechende Kapitel nach Übereinstimmung zu unseren Positionen. Das Ergebnis ist in der nachfolgenden Tabelle festgehalten. Die Passagen aus den Wahlprogrammen, die wir nutzten, sind unten einzusehen. Die vorgenommene Auswahl gibt nur einen groben Überblick. Die Parteien haben jeweils ihre eigenen spezifischen Themen stärker ausformuliert, oder auch detaillierte Ausführungen zur Familien- und Migrationspolitik. In einigen Programmen tauchen keinerlei Aussagen zu Positionen des Verbandes auf.