Widerstand & Widerrede - Gesprächsreihe von und mit Mehmet Arbag und Anna Sabel
Verband binationaler familien und Partnerschaften Leipzig

Mit wechselnden Gästen sprechen Mehmet und Anna über historische Widerstandsmomente, Macht- und Ungleichheitsverhältnisse, Erinnerungskultur, Solidarität und kollektiven Widerstand.
Artwork: Arya (Morteza Rakhtala)
Musik: Fabian Reichle

In der dritten Folge unserer Gesprächsreihe spricht Mohamed über seinen Widerstand gegen rassistisches Profiling, über die Rolle von Gemeinschaft und Empowerment und über das Counter-Storytelling als Widerstandspraxis. 2015 verweigerte Mohamed Wa Baile im Rahmen einer rassistischen Polizeikontrolle am Züricher Hauptbahnhof sich auszuweisen. Seitdem kämpft Mohamed juristisch gegen das rassistische Profiling und ist inzwischen mit einer Beschwerde am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg.

 

 

In der zweiten Folge der Gesprächsreihe sprechen wir in Gedenken an Enver Şimşek mit Kutlu Yurtseven (Musiker, Autor, Schauspieler) über staatliches Versagen, die Stigmatisierung der Opferfamilien der NSU-Morde, über rassistische Kontinuitäten und Erinnerung als Widerstandspraktik.

In der ersten Folge mit Massimo Perinelli geht es um die Kämpfe der Migration. Anfang der 1970er fanden in mehreren deutschen Betrieben Arbeitskämpfe von migrantisierten Menschen gegen die schlechten Arbeitsbedingungen und rassistischen Ungleichbehandlungen statt. Die bekanntesten unter ihnen waren der Fordstreik in Köln sowie der Frauen*streik bei Pierburg. Es ging um Selbstermächtigung, politisches Selbstbewusstsein und um die Artikulation der kollektiven, widersprüchlichen Erfahrungen der Migration. Doch ging es um mehr als nur um Arbeitskämpfe. Es ging um das Infragestellen aller rassistischen Lebensbedingungen. Ausgehend von den Arbeitskämpfen sprechen wir über die Verwobenheit von Rassismen und Kapitalismus.