Aktuelles

23.03.2026

Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Dritten Verordnung zur Änderung der Deutschsprachförderverordnung


Der Verband wurde mit weiteren Organisatinen um eine Stellungnahme gebeten. 

Der Entwurf enthält wichtige und grundsätzlich zu begrüßende Weiterentwicklungen der berufsbezogenen Deutschsprachförderung, insbesondere durch flexiblere Zugangsmöglichkeiten, angepasste Einkommensgrenzen sowie die Digitalisierung der Verfahren. Gleichzeitig zeigen sich an mehreren Stellen strukturelle Risiken für gleichberechtigte Zugänge und Teilhabe. Besonders kritisch ist die vorgesehene Kostenregelung für aus dem Ausland einreisende Beschäftigte, die ohne Befreiungsmöglichkeiten eine Ungleichbehandlung darstellt und die Betroffenen überproportional belastet. Dies steht im Widerspruch zum Anspruch auf schnelle und erfolgreiche Integration und kann die Fachkräftegewinnung beeinträchtigen. Darüber hinaus bleiben weitere Herausforderungen bestehen, insbesondere bei der Kinderbetreuung, der Berücksichtigung besonderer Belastungssituationen sowie bei der praktischen Ausgestaltung der Prüfungswiederholung und digitaler Zugänge.
Vor diesem Hintergrund regen wir an, die genannten Punkte im weiteren Verfahren aufzugreifen und praxisnahe Lösungen zu entwickeln, um Zugangshürden zu reduzieren und eine gleichberechtigte Teilhabe zu gewährleisten.