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30.10.2026

PM Verband kritisiert Referentenentwurf zum Elterngeld


Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf begrüßt das Ziel der geplanten Elterngeldreform, Sorge- und Erwerbsarbeit zwischen Eltern partnerschaftlicher zu verteilen. Die konkrete Ausgestaltung des Referentenentwurfs benachteiligt jedoch nach Ansicht des Verbands vor allem Mütter.

„Auf dem Papier werden Mütter und Väter gleichbehandelt. In der Praxis gehen die Kürzungen jedoch überwiegend zulasten der Mütter. Familien, die sich die Partnermonate aus finanziellen Gründen nicht leisten können, dürfen dafür nicht auch noch bestraft werden“, sagt Anna Sabel, Bundesgeschäftsführerin des Verbandes.

Der Entwurf sieht vor, dass jeder Elternteil in den ersten vier Bezugsmonaten ein erhöhtes Elterngeld von 80 Prozent des vorherigen Einkommens erhalten kann. Anschließend soll das Elterngeld auf 50 Prozent sinken. Viele Mütter jedoch profitieren von der Anhebung kaum, da in den ersten Lebensmonaten das Mutterschaftsgeld auf das Elterngeld angerechnet wird. Die spätere Absenkung trifft sie dagegen in voller Höhe.

Besonders problematisch sind die geplanten Regelungen für Familien, in denen ein Elternteil lediglich über eine Aufenthaltsgestattung verfügt und deshalb keinen Anspruch auf Elterngeld hat. Der andere Elternteil soll künftig nur noch zehn statt zwölf Monate Elterngeld erhalten.

„Diese Familien wollen Verantwortung und Sorgearbeit partnerschaftlich teilen, doch die gesetzlichen Regelungen verhindern das. Nun sollen sie zusätzlich zwei Monate Elterngeld verlieren. Menschen mit Aufenthaltsgestattung müssen endlich in den Kreis der Anspruchsberechtigten aufgenommen werden“, erklärt Sabel.

Pressemitteilung Verband kritisiert Elterngeldreform