Zusammen - Leben

Im Jahr 2019 hatten 26,0 Prozent der Bevölkerung in Deutschland einen "Migrationshintergrund". Davon sind über die Hälfte - 52 Prozent - Deutsche. Knapp zwei Drittel (65 Prozent) aller Personen mit "Migrationshintergrund" sind aus einem anderen europäischen Land Eingewanderte und ihre Nachkommen.

40 Prozent aller unter Fünfjährigen in Deutschland hatten 2019 hatten laut Mikrozensus einen "Migrationshintergrund" - rund 1,5 Millionen Kinder. Dabei gibt es große regionale Unterschiede: So hat in einigen westdeutschen Ballungszentren mehr als die Hälfte der unter Sechsjährigen eine Migrationsgeschichte.Quelle

Diese gesellschaftliche Realität verschiebt die Kategorien und Wahrnehmungen von "Mehrheitsgesellschaft" versus "Minderheiten". Sie braucht neue Begriffe.

So sagt z.B. der "Migrationshintergrund"  alleine noch nicht viel aus. Menschen werden, auch wenn sie statistisch gesehen keinen "Migrationshintergrund" haben, benachteiligt. Weil ihnen durch ihren Namen oder ihr Aussehen ein "Migrationshintergrund" zugeschrieben wird. Die Folge sind Benachteiligungen im Bildungssystem, auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt. Und es gibt Menschen, die zwar einen "Migrationshintergrund" haben, aber nicht so gelesen werden.

Die Gesellschaft in Deutschland ist vielfältig. Diese Vielfältigkeit spiegelt sich jedoch noch nicht auf allen gesellschaftlichen Ebenen, in den Institutionen, in Verwaltungen oder Unternehmen wider. Diese Lücke in der Repräsentation gilt es zu schließen.