20.05.2020

#MenschenWürdeSchützen –Solidarität geht über Grenzen

Gemeinsamer Appell mit 143 zivilgesellschaftlichen Organisationen für ein Landesaufnahmeprogramm für Flüchtlinge in Not


Menschen und Weltkarte

Besonders verletzliche Flüchtlinge brauchen dringend einen Aufnahmestaat. Viele leben in Lagern unter verheerenden Bedingungen. Besonders betroffen von dieser Situation sind:
    - Frauen, die alleine oder mit ihren minderjährigen Kindern auf der Flucht sind
    - Familien mit heranwachsenden Kindern, die besonderen Risiken ausgesetzt sind
    - unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Die Unterzeichnenden fordern die Hessische Landesregierung auf:

  • Schaffen Sie mit einem dauerhaften Landesaufnahmeprogramm sichere und legale Zugangswege und eine Lebensperspektive für jährlich mindestens 1.500 besonders verletzliche Flüchtlinge aus Flüchtlingslagern!
  • Ermöglichen Sie, dass Menschen aus den griechischen Flüchtlingslagern, die familiäre Beziehungen in Hessen haben, kurzfristig aufgenommen werden!
  • Setzen Sie alle Hebel in Bewegung, damit die Bundesregierung endlich ein dauerhaftes Aufnahmeprogramm auflegt und zwar für im Mittelmeer aus Seenot gerettete Personen, für allein reisende Kinder und kranke Kinder mit ihren Familien in griechischen Flüchtlingslagern. Setzen Sie ein Zeichen, indem Sie der Bundesregierung zusagen, im Rahmen eines solchen Programms pro Jahr mindestens 300 Flüchtlinge mehr aufzunehmen, als Sie es nach dem innerdeutschen Verteilmechanismus (Königsteiner Schlüssel) eigentlich müssen!

Menschlichkeit und Solidarität haben in Hessen eine lange Tradition. Die Menschen, für die wir uns mit diesen Forderungen einsetzen, brauchen beides – JETZT!

APPELL + HINTERGRUNDPAPIER

Der Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz hat auch eine Forderung nach einem rheinland-pfälzischen Landesaufnahmeprogramm für Flüchtlinge in Not veröffentlicht und eine Petition gestartet

Vom Flüchtlingsrat Niedersachsengibt es eine Pressemitteilung zum Thema.