20.09.2022

Erklärung zum Familiennachzug

Forderungen an die Bundesregierung


Anlässlich des Weltkindertages am 20.09.2022 fordert ein breites Bündnis von zivilgesellschaftlichen Organisationen - darunter auch der Verband -, endlich das Recht auf Familienzusammenführung umzusetzen
Die Organisationen fordern die Bundesregierung und die Koalitionsfraktionen  mit Nachdruck auf, die im Koalitionsvertrag angekündigten Verbesserungen beim Familiennachzug im nächsten Gesetzesentwurf vollumfänglich umzusetzen. Dabei muss der Verwirklichung des Grundrechts auf Familienleben der Betroffenen und der vorrangigen Achtung des Kindeswohl der beteiligten Kinder die oberste Priorität eingeräumt werden. Konkret fordern die Organisationen:
1. Den Rechtsanspruch auf Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten wiederherstellen.
2. Den Rechtsanspruch für Geschwister beim Elternnachzug zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und subsidiär Schutzberechtigten verankern.
3. Die aktuellen EuGH-Urteile bezüglich des Zeitpunkts der Minderjährigkeit für volljährig werdende und bereits im Verfahren volljährig gewordene Minderjährige umsetzen.
4. Administrative Hürden im Visumsverfahren abbauen durch digitale Antragstellung und ausreichende Finanzierung.
5. Das Erfordernis von Sprachkenntnissen vor der Einreise generell abschaffen

ERKLÄRUNG FAMILIENNACHZUG