12.03.2026

Wer Sprache kürzt

kürzt Zukunft


Aus Anlass der heute stattfindenden Vorbereitung der Integrationsministerkonferenz, haben wir mit einer Pressemitteilung erneut auf unsere Kritik am pauschalen Zulassungsstopp zu den Integrationskursen (nach § 44 Abs. 4 AufenthG) des BAMF zum Ausdruck hingewiesen

In unseren Beratungsstellen erleben wir Fachkräfte, die trotz gleicher Qualifikation geringer entlohnt werden. Die Begründung: es fehlt an Deutschkenntnissen. Ohne einen zertifizierten Sprachabschluss werden sie weiterhin als Hilfskräfte entlohnt oder ihnen droht die Kündigung. Das Resultat: sie wandern wieder ab.

Gemeinsam mit unseren Familien fordern wir seit Jahren mehr Berücksichtigung von Mehrsprachigkeit in der Bildungspolitik. Die regelmäßige Antwort aus der Politik: die sollen erstmal Deutsch lernen. Die Bundesregierung plant alle Vierjährigen einem verpflichtenden Deutschtest zu unterziehen. Was wird denn nun von den Familien erwartet?

Wir fordern deshalb die Zurücknahme dieses Beschlusses. Aus Sicht des Verbandes gefährdet dieser Beschluss die Teilhabe, den Fachkräftestandort Deutschland sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wer Deutsch lernen will, sollte es dürfen – egal, woher die Familien kommen oder wie viel Geld sie haben. Sprachkurse sind keine Luxusleistung, sondern die Grundlage für ein gemeinsames Miteinander.

PM WerSpracheKürzt