18.02.2016

Die neuen „Brückenbauer“ in Deutschland sprechen in vielen Sprachen


Am Internationalen Tag der Muttersprache (21. Februar) erinnert der Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. an die mehrsprachigen Menschen in Deutschland und deren Beitrag für unser Land.

Noch nie ist es deutlicher geworden, welch ein Segen es ist, dass Deutschland viele Gesichter mit den unterschiedlichsten kulturellen und nationalen Wurzeln hat, wie in der Flüchtlingssituation des letzten Jahres. Warum? Weil wir einen großen Pool an Menschen haben, die zahlreiche Sprachen sprechen und helfen, die Anliegen der bei uns ankommenden Schutzsuchenden zu übersetzen.

Neben vielen logistischen Herausforderungen geht es eben auch darum, die Menschen „zu verstehen“. Und zwar nicht nur in den klassischen Schulsprachen wie Englisch und Französisch, sondern in vielen verschiedenen Sprachen wie Arabisch, Tamilisch, Kurdisch. Es geht einerseits darum, das Gesagte zu übersetzen und den Verwaltungen und deutschen Institutionen Informationen zu dem Menschen und deren Lebenssituation zu liefern. Andererseits geht es aber auch darum, die kulturellen Codes zu verstehen und „zu übersetzen“. In vielen binationalen Familien finden sich solche „Brückenbauer*innen“ und „Übersetzer*innen“. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe, Partizipation und Integration.

Für mehrsprachige Menschen ist es oft selbstverständlich, sich in unterschiedlichen Sprachen und Welten zu bewegen. Sie sind wichtige Vermittler. Etwas, was wir in den nächsten Monaten dringend benötigen, damit die Zuwanderung erfolgreich erlebt und gesteuert werden kann.

Es gilt den Fokus zu verändern: Weg vom sprachlichen Defizit hin zu Mehrsprachigkeit als Ressource für ein erfolgreiches Miteinander.

 

Ihr Kontakt für Rückfragen und weitere Informationen:
Maria Ringler, Interkulturelle Bildung und Beratung,
Tel.: 069 / 713756 -21, Mail: ringler@verband-binationaler.de