15.10.2015

Familien auf der Flucht


Flüchtende Familien benötigen besonderen Schutz und Unterstützung

Immer mehr flüchtende Menschen finden in den letzten Wochen den Weg nach Deutschland. Für eine erfolgreiche Integration muss auch nach dem Ankommen an die Bedürfnisse und Bedarfe von eingewanderten Familien gedacht werden.

Die Unterstützung der hiesigen Bevölkerung für ankommende Menschen und deren Angehörigen ist beeindruckend. Auch Mitglieder des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften helfen und unterstützen an unterschiedlichen Stellen. So wichtig dies auch ist, so wichtig ist es jedoch auch an die Zeit danach zu denken, denn es gilt ein erfolgreiches und nachhaltiges Miteinander in den Städten und  Kommunen zu gestalten. Staatliche Stellen sind nun nach Konzepten gefragt, um die Familien menschenwürdig aufzunehmen und zu integrieren. „Politik und Verwaltung müssen nicht das Rad neu erfinden, sie können auch auf die Erfahrungen unseres Verbandes zurückgreifen und sie in ihre strategischen Planungen einbinden“ bietet Angela Rother-El-Lakkis, Bundesvorstandsvorsitzende des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. an. „Allerdings sind die gesetzlichen Änderungen auf Aus- und Abgrenzung angelegt und daher abzulehnen! Familien sollten vielmehr so schnell wie möglich eine eigene Wohnung beziehen können und nicht bis zu einem halben Jahr zwangsweise in einer Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht sein“ kommentiert Rother-El-Lakkis. Die Rückkehr zum Sachleistungsprinzip, ausgedehnteres Arbeitsverbot oder die Aussetzung der Schulpflicht für Kinder drängt Familien an den Rand, anstatt sie aufzunehmen und entsprechend zu fördern. Viele dieser Familien gehören zur Zukunft dieses Landes.
„Wir sehen jetzt die Heraus- und Anforderungen des Staates, klare und professionelle Strukturen im Zugang zum Arbeitsmarkt und für den Bildungsbereich zu schaffen, damit alte und neue Bürger zusammenwachsen können“, fasst Rother-El-Lakkis zusammen.

Ihr Kontakt für Rückfragen und weitere Informationen:
Hiltrud Stöcker-Zafari, Bundesgeschäftsführerin,
Tel.: 069 / 713756 -12, Mail: stoecker-zafari@verband-binationaler.de