23.07.2015

Höchste Zeit für qualitativ gute KITAS

Das Bundesverfassungsgericht entschied am 21. Juli 2015, dass dem Bundesgesetzgeber die Gesetzgebungskompetenz für das Betreuungsgeld fehle und kippte dieses Gesetz. Eine gute Gelegenheit, die freigewordenen Mittel für den qualitativen Ausbau der Kitas zu verwenden – findet der Verband binationaler Familien und Partnerschaften.


„Unser Verband lehnt das Betreuungsgeld seit jeher entschieden ab. Es ist aus gleichstellungs- und familienpolitischen Gründen kontraproduktiv. Das Betreuungsgeld wirkt nicht nur einer eigenständigen Existenzsicherung von Frauen entgegen, sondern unterläuft zudem die Förderung von Kindern hinsichtlich frühkindlicher Bildung. Es gilt jetzt, die frei gewordenen Mittel allen Kindern aus unterschiedlichsten Familien durch eine qualitativ gute frühkindliche Bildung und Betreuung zugutekommen zu lassen“, kommentiert Hiltrud Stöcker-Zafari, Bundesgeschäftsführerin des Verbandes.

Ein Urteil, das den Startschuss bundesweit für eine wesentlich sinnvollere Förderung aller Kinder - insbesondere auch jenen mit Einwanderungsgeschichte geben könnte. Denn die kulturelle Vielfalt dieser Gesellschaft ist in den heutigen Kinderbetreuungseinrichtungen längst angekommen und sichtbar. Binationale und eingewanderte Familien wollen für ihre Kinder eine Kita, die sich der Vielfalt bewusst ist und sich entsprechend gut darauf einstellen kann. Dazu gehört beispielsweise auch, dass die Mehrsprachigkeit der zu betreuenden Kinder als etwas Positives gesehen wird und nicht als Schwierigkeit.Die frei gewordenen Mittel können jetzt in die Fortbildung von Erzieherinnen und Erzieher gesteckt, die Gruppengrößen verkleinert, das Spiel- und Bildungsangebot für die bunte Mischung an Kindern angepasst werden.

Ihr Kontakt für Rückfragen und weitere Informationen:
Hiltrud Stöcker-Zafari, Bundesgeschäftsführerin,
Tel.: 069 / 713756-12, Mail: stoecker-zafari(at)verband-binationaler.de