IAF Verband binationaler Familien und Partnerschaften

newsletter nr. 31 - Frühjahr 2017

Liebe Newsletter-Abonnent/innen,

ein interessantes Jahr hat begonnen und zeigt sich von einer hoffnungsfroheren Seite. Binationale und bikulturelle Menschen, Paare und Familien haben den Rechtsruck in Europa mit großer Sorge beobachtet und...... aktiv immer wieder deutlich gemacht, dass interkulturelles Zusammenleben sehr wohl erfolgreich sein kann. Holland hat sich ebenfalls für Europa entschieden und die Bewegung Pulse of Europe breitet sich flächendeckend in Deutschland und Europa aus - wunderbar! Unser Verband wird sich auch im Jahr 2017 für eine friedliche Gesellschaft in Vielfalt stark machen - nur so sind wir zukunftsfähig und meistern die Herausforderungen in dieser Welt.

Wir wünschen eine gute Lektüre!

Jetzt den Verband unterstützen - 2017 gilt es, Farbe zu bekennen!

Der Verband bietet viel mehr an als die reine Beratung für Binationale. Er steht für eine Gemeinschaft und eine Gesellschaft in Vielfalt. Wir vertreten binatioanle/bikulturelle Familien, Paare und Einzelpersonen und wir vertreten das friedliche und erfolgreiche Zusammenleben zwischen Menschen mit und ohne Migrationsfamiliengeschichte

Wenn Sie eine Gesellschaft in Vielfalt leben wollen, werden Sie Fördermitglied.

Mit 5€ im Monat unterstützen Sie unsere Arbeit für ein friedliches, buntes, offenes Miteinander in Deutschland.

Wir brauchen Menschen, die sich zu unserem Gesellschaftsentwurf bekennen und uns unterstützen!

 Zur Mitgliedschaft

Familienpolitische Fachtagung "Vielfalt unter Druck?"

Der Verband lädt am 21. April 2017 von 13:00 bis 18:00 Uhr zu der familienpolitischen Fachtagung "Vielfalt unter Druck? Binationale Familien in der Einwanderungsgesellschaft" Aktuell wird auch in Deutschland das Selbstverständnis zu Differenz und Vielfalt neu verhandelt und dabei der gesellschaftliche Zusammenhalt oftmals in Frage gestellt. Es scheint einiges durcheinander zu geraten, an Migrant*innen werden lautstark Forderungen der Anpassung gerichtet. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach der inneren Sicherheit in unserem Land.

Wir möchten ein Mehr an Orientierung, ein Mehr an Handlungsmöglichkeiten und auch ein Mehr an Zuversicht bieten für die Arbeit vor Ort und im sozialen Umfeld. Wir fragen nach realistischen Lösungsansätzen, um komplexe Themen der Migration und Integration verständlicher zu machen und darin Entwicklungschancen zu sehen.

Veranstaltungsflyer

Onlineanmeldung

Unsere Argumentationshilfe gegen Sprachlosigkeit und für ein gutes Betriebsklima

Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V., das RKW Kompetenzzentrum und International HuMan Power haben gemeinsam eine Argumentationshilfe zum Umgang mit diskriminierenden Vorurteilen gegenüber Zugewanderten im Betrieb veröffentlicht. Wie kann ich ausgrenzende Parolen im Betrieb entkräften? Wie unterstütze ich ein Klima der Offenheit und Akzeptanz gegenüber (neu-)zugewanderten Kolleginnen und Kollegen? Personalverantwortliche in Betrieben haben einen großen Vorteil – sie brauchen keine gesamtgesellschaftlichen Debatten führen, sondern können sich auf die Unternehmensziele beziehen. Dazu haben die drei Kooperationspartner das Workbook „Vorurteile im Betrieb. Weniger Sprachlosigkeit, mehr Argumente für ein gutes Betriebsklima“ erarbeitet. Leser*innen können sich mit den enthaltenen Anregungen und dem Hintergrundwissen Know-how für eine Gesprächsführung aneignen, die auf ein gutes Betriebsklima und solidarisches Miteinander abzielt.

Das Workbook kann kostenlos und portofrei unter http://www.rkw.link/argumentationshilfe bezogen werden.

Europa ist mehr als ein Marktplatz - Happy Birthday EU

Vor sechzig Jahren wurde in Rom der Grundstein für Europa in seiner heutigen Form gelegt. Mit den Römischen Verträgen wurde nicht nur ein gemeinsamer Markt geschaffen, in dem Menschen, Waren, Dienstleistungen und Kapital frei zirkulieren können – sondern es sicherte nach zwei verheerenden Weltkriegen für die Menschen in Europa eine der längsten Friedensperioden. Erst ein vereintes Europa sicherte das freie Reisen in Europa auch den binationalen Familien, die bis dahin zumindest für den Teil, der aus Drittstaaten kam, leidige Visabeantragungen erforderte. Ein spontanes Reisen zu Familienangehörigen und Freunden war so nicht möglich.

Es ist eine Gemeinschaft, die so viel mehr an Gutem bietet als die vielen Herausforderungen in der Gemeinschaft die Union belasten. Aber es gilt nun, Farbe zu bekennen und sich den europäischen und vor allem demokratischen Werten zu verpflichten: für ein friedliches, vielfältiges und starkes Europa! Auf dieser Basis sind die weiteren Herausforderungen anzugehen wie mehr Demokratie und soziale Gerechtigkeit. 

Nach Brexitvotum und Trump dürfen wir nicht in der Schockstarre verharren. Denn im Jahr 2017 finden entscheidende Wahlen in mehreren europäischen Ländern statt. Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften macht sich nicht nur bundesweit stark für ein gemeinsames Leben miteinander. Wir sind Teil einer europäischen Gemeinschaft - der European Conference of Binational/Bicultural Relationsships. Wir begrüßen darüber hinaus eine neue europäische Bewegung, die sich Pulse of Europe nennt und überall in Deutschland Treffen veranstaltet - für ein vereintes europäisches Miteinander und das Besinnen auf demokratische Werte und ein buntes Zusammenleben. Machen auch Sie sich stark für ein Europa, in dem die Achtung der Menschenwürde, die Rechtsstaatlichkeit, freiheitliches Denken und Handeln, Toleranz und Respekt selbstverständliche Grundlage des Gemeinwesens sind!

25 Jahre Kinderrechtskonvention - Aufnahme im Grundgesetz

Der Verband und die National Coalition begrüßen ausdrücklich die Bundesratsinitiative des Landes Nordrhein-Westfalen, die das Ziel hat, Kinderrechte in die Verfassung aufzunehmen. Das Grundgesetz ist Ausdruck der wesentlichen Werte unserer Gesellschaft. Wenn Kinderrechte im Grundgesetz verankert sind, muss dem Vorrang des Kindeswohls und den Rechten jedes Kindes auf Schutz, Förderung und Beteiligung mehr als bisher Rechnung getragen werden.

Wir als Verband treten ein für die Aufnahme von Kinderrechten ins GG – sind der Initiative schon vor Jahren beigetreten und sehen darin keine Schwächung von Elternrechten, sondern eine Stärkung. Wir versprechen uns davon, dass die Rechte von Kindern auch in anderen Gesetzestexten entsprechend berücksichtigt werden wie z.B. im Aufenthaltsgesetz.

In ihrem Hamburger Appell fordert die National Coalition die im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien, die Mitglieder des Deutschen Bundestages, sowie die Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahlen zum nächsten Deutschen Bundestag dazu auf, sich für die Verankerung der Kinderrechte in der Verfassung stark zu machen.

Zur PM  der National Coalition

Koalition auf der Zielgeraden

Am Mittwoch, dem 31. März 2017, kam der Koalitionsausschuss zum letzten Mal in dieser Legislaturperiode zusammen. Zwei Ergebnisse der Tagung, die der Verband nicht gut heißt, seien herausgegriffen:

  • Die Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten bleibt wider besseres Wissen bestehen. Damit nimmt die Bundesregierung billigend in Kauf, dass weiterhin vor allem Frauen und Kinder auf den lebensgefährlichen Wegen aus den Krisen- und Kriegsgebieten zu ihren nahen Angehörigen nach Deutschland bestenfalls steckenbleiben – vielfach jedoch umkommen. Der Verband richtete mehrere Schreiben an die Verantwortlichen in der Bundesregierung, zum Schluss am Mo., 29. März, für den Koalitionsausschuss – es ist skandalös, dass Menschenleben geopfert werden, um so etwas wie eine Steuerung der Zuwanderung vorzunehmen!
  • Das Recht auf befristete Teilzeit und die Rückkehr in die Vollzeitarbeit wird nicht umgesetzt, obgleich es im Koalitionsvertrag festgeschrieben wurde. Dabei wäre diese Festschreibung ein Signal für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewesen – und zwar für Frauen und Männer; Frauen würden nicht mehr in der „Teilzeitfalle“ steckenbleiben mit allen langfristigen negativen Auswirkungen und für Männer wäre diese Arbeitsform attraktiver, um eher auch familiäre Verpflichtungen zu übernehmen.

Mehr

Reform des Ehegattensplitting - ja bitte?

Die Abschaffung des Ehegattensplittings zugunsten einer Individualbesteuerung mit übertragbarem Grundfreibetrag könnte gut 15 Milliarden Euro Mehreinnahmen erzielen. Das Arbeitsangebot von verheirateten Frauen würde spürbar steigen. Belastet würden vor allem besserverdienende Ehepaare mit ungleichen Einkommen. Übergangregelungen zum Vertrauensschutz für bestehende Ehen, Ehepaare mit kleineren Kindern oder ältere Ehepaare würden diese Mehrbelastungen mindern, allerdings auch Steuermehreinnahmen und das zusätzliche Arbeitsangebot zunächst reduzieren. Die Steuermehreinnahmen können verwendet werden, um private Haushalte zu entlasten. Eine aufkommensneutrale Senkung des Einkommensteuertarifs würde vor allem ledige Steuerpflichtige entlasten. Eine aufkommensneutrale Verwendung für Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen würde vor allem Familien mit Kindern zugutekommen. Belastet würden nur noch Ehepaare mit hohen Einkommen und hohem Splittingvorteil.

Mehr dazu: Reform des Ehegattensplittings würde Arbeitsanreize für Zweitverdiener verbessern: Interview mit Katharina Wrohlich
In: DIW Wochenbericht 84 (2017), 13, S. 256


Modernisiertes Mutterschutzgesetz

Der Bundestag hat am 03.04.2017 das Gesetz zur Neuregelung des Mutterschutzrechts beschlossen.  Mit diesem Gesetz soll der bestmögliche Gesundheitsschutz für schwangere und stillende Frauen gewährleistet werden. Die Neuregelungen sollen im Wesentlichen ab dem 1. Januar 2018 gelten. Mit der Reform soll sowohl der Mutterschutz modernisiert werden als auch künftig mehr Frauen vom gesetzlichen Mutterschutz profitieren sollen. Besonders wichtig ist, dass der Mutterschutz für Mütter von Kindern mit Behinderung verbessern konnte: Sie sollen künftig die Möglichkeit haben, ihre Schutzfrist um 4 Wochen zu verlängern, auf 12 Wochen, die es heute für Früh- und Mehrlingsgeburten schon gibt. Zudem wird ein Kündigungsschutz für Frauen nach einer nach der zwölften Schwangerschaftswoche erfolgten Fehlgeburt - der neu eingeführt wurde. Mit dem neuen Gesetz wird der Mutterschutz zeitgemäßer und den modernen Anforderungen der Arbeitswelt angepasst. Bestehende Arbeitszeit- und Arbeitsschutzbestimmungen werden berücksichtigt und die besondere Situation schwangerer oder stillender Frauen ins Zentrum gerückt. Der Verband begrüßt diese Modernisierung und den Schutz für Mütter.

 

Filmtipp: A United Kingdom

A UNITED KINGDOM basiert auf außergewöhnlichen, wahren Begebenheiten.

Im Jahr 1947 verliebte sich Seretse Khama, König von Botswana, in die Londoner Büroangestellte Ruth Williams. Ihre Heirat wurde nicht nur von ihren beiden Familien, sondern auch von den Regierungen Großbritanniens und Südafrikas abgelehnt. Doch Seretse und Ruth trotzten ihren Familien, der Apartheit und dem britischen Empire – ihre Liebe war stärker als jedes Hindernis, das sich ihnen in den Weg stellte. Sie veränderte die Geschicke einer Nation und inspirierte die ganze Welt. Zwischen einem London der späten 40er Jahre und den malerischen Weiten Botswanas erzählt Regisseurin Amma Asante (BELLE) mit ihren fantastischen Hauptdarstellern David Oyelowo (SELMA) und Rosamund Pike (GONE GIRL) eine wahre Geschichte, die an Spannung und Romantik unvergleichlich ist.

Filmstart war am 30.03.2017

Auch zu Ostern: Einkaufen und auch die Onlineshops für den Verband spenden lassen

Über die Spendenplattform gooding.de kann man seine Einkäufe im Internet mit einer Spende verbinden - ohne selbst spenden zu müssen. Einfach auf folgenden Link klicken (Link zu Gooding und uns zum Spendenempfänger)  und den Shop suchen, in dem man sowieso einkaufen wollte. Die Plattform weiß dann: bei jedem Kauf gehen an den Verband ein paar Prozente des Einkaufs. Der Verband sagt im Voraus: Dankeschön!!!

 

Literaturtipp für die Ostertage - Schwarzes Europa - Legenden, die uns verborgen blieben

Schwarzes Europa – Legenden die uns verborgen blieben - Schwarze Jugendliche auf den Spuren ihrer Geschichte. Verlag: Edition Assemblage, Hardcover, Großformat, zahlreiche farbig Abbildungen

ISBN 978-3-942885-19-5, 164 Seiten, 14,80 Euro

Anlässlich der UN-Dekade für die Menschen afrikanischer Herkunft von 2015 – 2024 erscheint das Werk „Schwarzes Europa“. Die internationale Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft erinnert unter anderem an die massiven Diskriminierungen, an Ausgrenzungen und Rassismus, die viele Menschen afrikanischer Herkunft bis heute erleben. Schwarzes Europa ist ein Jugendbuch der besonderen Art. Vorgestellt werden Schwarze europäische Persönlichkeiten aus fünf Jahrhunderten. Allen Personen ist gemein, dass sie Berühmtheiten ihrer Zeit waren, die trotz schwieriger sozialer Lebensumstände und politischer Unruhen ihren Lebensweg beschritten. Rassismus und Diskriminierung prägten ihr Leben. Grundlagen ihrer Erfolge waren jedoch ihre Fähigkeiten und Talente. Das Buch kann im Buchhandel oder direkt beim Verlag (hier) bestellt werden!

 

zu guter letzt...

„WIR sagen und ICH meinen ist eine von den ausgesuchtesten Kränkungen.“

Theodor W. Adorno

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