Archiv interkulturell leben

Internationaler Austausch

Am 06.11.2014 hatte die Bundesgeschäftsstelle des Verbandes internationalen Besuch: Im Rahmen der Information Tour in Gender, Migration and Social Policy in Germany besuchte eine chinesische Delegation des China Population and Development Research Center unseren Verband. Organisiert wurde die Reise und der Besuch beim Verband von der Rosa Luxemburg Stiftung. Im regen Austausch konnten wir unsere Arbeit vorstellen, aber auch mit den Besuchern diskutieren, welche Projekte transferierbar wären.

Familienpolitische Fachtagung

Am 27. Juni 2014 hatte der Verband die Fachtagung "Stark für Kinder – Väter in interkulturellen Familien“ in Frankfurt am Main eingeladen. Viele Interessierte aus verschiedensten Bereichen nahmen an der Tagung teil, in deren Fokus u.a. die Ressourcen und Kompetenzen der Väter aus ınterkulturellen Famılıen standen. Das anwesende Publikum war sich einig: der Fachtag war ein gelungener Tag zu einem noch unterrepräsentierten Thema. Besonders begeisterte der Vortrag von Michael Tunc zu Diversität und Selbstverständnis von Vätern in interkulturellen Familien. Anschließend beteiligten sich die Teilnehmer rege an den vier verschiedenen  Diskussionsrunden am Nachmittag des Fachtages. Referenten dort waren Timur Bozkır, Aachen, Eben Louw, Leipzig, Özcan Karadeniz, Leipzig, Dr. Ibrahim Rüschoff , Rüsselsheim.

Download Dokumentation der Fachtagung 

 

afrodeutsch - Kinder stark machen

Afrodeutsche und andere schwarze Kinder und Jugendliche wachsen als Schwarze in einer weißen Gesellschaft auf und machen die Erfahrung, dass sie nicht selbsverständlich als dazugehörig gelten und man ihnen mit Vorurteilen und Klischees begegnet. Menschen mit dunkler Hautfarbe werden in Deutschland als Fremde betrachtet, auch wenn sie deutsche Staatsbürger/-innen sind. Dabei leben Schwarze Deutsche bereits seit mehreren Generationen in diesem Land.

Rassismus ist für Schwarze Deutsche Alltag; von Kindheit an bekommen sie den Hautfarbenrassismus - ob als direkten Angriff oder als subtile Herabsetzung - zu spüren.

Unsere Initiative "afroDeutsch" ist ein präventives Selbsthilfeprojekt zur Stärkung und Unterstützung schwarzer Kinder und Jugendlicher. Mit unseren Angeboten in Bremen, Hamburg, Bonn, Köln, Frankfurt, Tübingen und München wollen wir

  • Isolation überwinden
  • Gruppenbewußtsein ("Wir-Gefühl") fördern
  • Selbstbewußtsein stärken ("Empowerment")
  • Bewältigungsstrategien im Umgang mit Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen entwickeln

"Auf unseren Blick kommt es an..."

... lautete der Titel unserer familienpoltischen Tagung, zu der wir am 4. Februar 2010 nach Frankfurt eingeladen hatten. Zahlreiche Fachleute diskutierten Perspektiven binationaler Familien auf Integration und interkluturelles Zusammenleben. Hier finden Sie die wesentlichen Ergebnisse. Der Vortrag von Dr. Haci-Halil Uslucan zu "Bikulturalität als Chance für Familien und Kinder" macht auf Potenziale in bikulturellen Familien aufmerksam, und die Kampagne "recognition now!" von mirgranet.org zeigt mit eindringlichen Kino-Spots, was es für Eingewanderte und für unsere Gesellschaft bedeutet, wenn Fähigkeiten und Kenntnisse nicht anerkannt werden.
(Februar 2010)

3-2-1-Mut! Das Abenteuer Empowerment

Über drei Jahre bot das Projekt  "3-2-1 Mut!" in Sachsen Empowerment-Trainings für Jugendliche mit Migrationshintergrund und begleitende Elternworkshops an. 400 Jugendliche und mehr als 100 Erwachsene haben das Angebot genutzt.

Das Handbuch hat Konzeption, Erfahrungen und Stimmen von Beteiligten dieses Modellprojektes unserer Regionalstelle in Leipzig zusammengefaßt. Es soll Lust machen, selbst aktiv zu werden und Empowerment-Ideeen auzuprobieren.

Das Handbuch "3-2-1 Mut!" finden Sie hier als Download.

Fachtagung Familien in Migration - Migration in Familien

Am 19. April 2013 hat der Verband in Frankfurt/Main die Fachtagung "Familien in Migration - Migration in Familien" durchgeführt. Frau Dr. Kyoko Shinozaki, Universität Bochum, leitete die Fachtagung mit ihrem Vortrag zu Familien in Migration ein. Ergänzt wurde ihr Blick auf Migrationserfahrungen und -auswirkungen von dem Vortrag von Dr. Anja Stichs, BAMF, Nürnberg. Sie nahm den Integrationsaspekt von zugewanderten Ehepartner/innen in Deutschland in den Fokus ihrers Vortrags, zu dem gerade eine Studie entsteht und deren Ergebnisse ab 2014 veröffentlicht werden.

In den anschliessenden Diskussionsgruppen konnten die Teilnehmer der Fachtagung ihre Erfahrungen und Anregungen ergänzen und diskutieren. Die Zusammenfassung der erarbeiteten Ergebnisse ist beeindruckend. Die Dokumentation der Fachtagung ist Mitte des Jahres als Broschüre beim Verband erhältlich.

Deutscher Kulturrat fordert Dialog statt Ausgrenzung

Der Deutsche Kulturrat, Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat einen Runden Tisch ins Leben gerufen, um bildungspolitische Empfehlungen für Bund und Länder zu erarbeiten. Gemeinsam haben dort zahlreiche Organisationen, darunter auch unser Verband, die Stellungnahme "Lernorte interkultureller Bildung im vorschulischen und schulischen Kontext" verfasst. Tenor der fünf zentalen Empfehlungen ist: Die interkulturelle Öffnung und Professionalisierung aller zivil-gesellschaftlichen Strukturen müssen gestärkt und gefördert werden. Denn kulturelle Vielfalt bietet große Potentiale für eine Gesellschaft. Dabei ist Dialog statt Ausgrenzung das Geheimnis von Integration.
[Pressemitteilung des Deutschen Kulturrats]
(Oktober 2010)