26.04.2017

Das Recht auf Ehe- und Familienleben steht allen zu!


Am 22.04.17 trafen sich die Delegierten des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften in Frankfurt am Main und verabschiedeten einstimmig, dass das Thema Ehegatten- und Familiennachzug mit Forderungen an die Politik auf der Agenda ganz oben steht.


Der Verband arbeitet seit Jahrzehnten an dem Thema Familiennachzug und macht immer wieder deutlich, dass dieser nicht nur ein Grundrecht sein muss, sondern auch eine starke integrative Wirkung erzielt.
„Aktuell scheint der Familiennachzug primär mit den Geflüchteten aus Syrien und Afghanistan verbunden zu sein. Das verdeckt, dass jedes Jahr Familienmitglieder auch aus vielen anderen Ländern dieser Erde nach Deutschland kommen. Diese wollen nachvollziehbarer Weise ihre Familien nachholen, um ihnen Schutz, Sicherheit und eine Zukunft zu ermöglichen. Dies darf nicht länger unterbunden werden. Die Familie ist DER Ort, wo Geborgenheit, Weiterentwicklung, Integrationswille und Empowerment wirken“, fasst John Kannamkulam, wiedergewählter Vorstand des Verbandes zusammen.


Das sehen auch die Delegierten geschlossen so. Haben doch viele Binationale diese Familienzusammenführung bereits erlebt und durchlitten. Dass viele der binationalen Paare und Familien gerade jetzt wichtige Brückenbauer zwischen Mehrheitsgesellschaft und neu Ankommenden sind, wird bei dem falschen Blick auf Sicherheit völlig ausgeblendet.


In dem beschlossen Antrag heißt es: „Das Recht auf Familienleben ist unteilbar und gilt für alle gleichermaßen: Deutsche, Ausländer, Eingewanderte und Geflüchtete – auch für subsidär Geschützte. Daher darf es keine Wartefristen für den Nachzug geben.“ Eng verbunden damit ist die Rücknahme des Sprachnachweise (A1) VOR Einreise als zwingende Voraussetzung für den Ehegattennachzug aus Drittstatten nach Deutschland. Dies führe in sehr vielen Fällen zu einer hohen Belastung des Ehelebens und hinterlässt den Eindruck, man wolle es den Menschen, die bereit sind ihre Heimat in unserem Land zu finden, besonders schwer machen. „Das ist ein völlig falsches Zeichen und ist absolut kontraproduktiv für die Integration von Menschen. Diese Hürden gehören endlich abgeschafft!“ fordert John Kannamkulam.