20.02.2017

Sprache ist mehr als Worte!


Am Internationalen Tag der Muttersprache (21. Februar) erinnert der Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. an die Erfahrungen von mehrsprachigen Menschen in Deutschland.

Wie man eine Sprache lernt und dabei ein ganzes Land und seine Menschen besser versteht, erklärt Cooper Thompson in seinem autobiographischen Buch „Deutsche Sprache, meine Sprache?“. Eine Erfahrung, die auch viele andere binationale Paare und Familien machen. Aber Worte und Grammatik allein reichen noch lange nicht aus, um die Sprache des neuen Heimatlandes zu beherrschen.

Erst das Entschlüsseln von ungeschriebenen Regeln, verpackten Bedeutungen und erwünschten Verhaltensweisen sind wichtige Kompetenzen gelebter Sprache. „Als Muttersprachler nutzt man dieses komplexe Paket an Sprachwissen ohne sich Gedanken darüber zu machen“, erklärt Maria Ringler, Mehrsprachigkeitsexpertin des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. „aber erst im mehrsprachigen Alltag wird man sich dieser Kompetenz bewusst, die für das Sprachverständnis so wichtig ist. Binationalen Paaren und Familien ist dieses Phänomen vertraut, sie sind oft die Übersetzer dieser Codes und helfen somit ganz aktiv und oft ungesehen mit, Integration von alten und neuen Bürgern dieses Landes erfolgreich mit zu gestalten“, hält sie fest.

Für mehrsprachige Menschen ist es oft selbstverständlich, sich in unterschiedlichen Sprachen und Welten zu bewegen. Sie sind wichtige Vermittler. Es gilt den Fokus zu verändern. Weg vom Defizit und von nicht wertvollen Sprachen hin zu wertvollen Ressourcen, Zusammenwachsen und erfolgreicher Zukunft.

Ihr Kontakt für Rückfragen und weitere Informationen:
Maria Ringler, Interkulturelle Bildung und Beratung,
Tel.: 069 / 713756 -21, Mail: ringler@verband-binationaler.de